Die Blackwater ist eine 32-Kanonen Fregatte der Richmond Klasse, welche im Jahre 1755 in der Werft von Chatham gebaut wurde. Sie ist ein Vollschiff mit drei rahgetakelten Masten und zwei durchgängigen Decks, von denen allerdings nur das obere mit Kanonen bewaffnet ist. Man spricht daher von der Blackwater, ebenso wie von anderen Fregatten, als Eindecker. Vom Heck bis zum Bug hat sie eine Länge von 40 Metern und an der breitesten Stelle misst sie 10 Meter. Das Schiff basiert auf französischen Modellen, welche durch die Briten aufgebessert wurden, wodurch die Blackwater ein wetterfestes und seetaugliches, dennoch aber sehr schnelles und manövrierfähiges Schiff ist. Sie hat eine Bewaffnung von insgesamt 32 Kanonen. Die Hauptbewaffnung besteht aus den 26 Zwölfpfündern auf dem Oberdeck während sie auf dem Achterdeck 4 und auf dem Vordeck 2 leichtere Sechspfünder trägt. Zusätzlich sind an der Reeling Insgesamt 12 Drehbassen installiert, 8 auf dem Achterdeck, 4 auf dem Vorschiff. Allerdings sind jene nur für den Nahkampf und gegen Personen geeignet. Die Mannschaft der Blackwater besteht aus 210 Mann. 21 Offiziere, 34 Marinesoldaten und 155 Matrosen.
Momentane Position: Hafen von Portsmouth
Das Achterdeck (Quarterdeck) und die Back (Forecastle) sind Aufbauten, welche das eigentlich oberste Deck des Schiffes noch einmal überdachen. Zusammen mit den Laufstegen (Gangways), welche diese beiden Aufbauten an jeder Bordwand miteinander verbinden, werden die Aufbauten Wetter-Deck genannt, da sie dem Wetter schutzlos ausgeliefert sind. Das Achterdeck reicht vom Großmast bis zum Heck. Es ist den Offizieren vorbehalten, Matrosen die keinen Grund dazu haben, dürfen sich dort nicht aufhalten. Die Back befindet sich vorne am Schiff und endet ein gutes Stück hinter dem Fockmast. Der einzige Bereich des Oberdecks, welcher von Achterdeck, Laufstegen und Back nicht überdacht wird, ist die Kuhl. Allerdings werden oft die Boote über der Kuhl gelagert, wenn sie nicht außenbords hängen, oder hinter dem Schiff her geschleppt werden.
Der Aufbruch des Westindien-Geschwaders
Von Isaiah Wilson (10. Februar 2024, 18:01)
Das Oberdeck bildet das oberste, durchgängige Deck des Schiffes. Es ist bis auf die Kuhl fast vollständig von den Aufbauten überdacht und beherbergt hinter den Stückpforten die Hauptbewaffnung der Blackwater, 26 Zwölf-Pfünder Kanonen. Der hinter dem Besanmast liegende Bereich des Oberdecks ist als Quartier für den Kapitän abgetrennt, während der Bereich vor dem Besanmast der Mannschaft als Aufenthaltsort dient. Zwischen den fest gezurrten Kanonen stehen Tische. Hier wird gegessen und hier halten sich auch die Matrosen auf, wenn sie keine Wache haben und nicht schlafen wollen. Hinter dem Fockmast, im vorderen Drittel des Decks, befindet sich die Küche, welche im wesentlichen aus einem Ofen besteht. Ganz vorne, am Bug, befindet sich eine abgetrennte Krippe, in welcher Hühner, Ziegen und sonstiger lebender Proviant gehalten werden. Wobei die Hühner hauptsächlich Eier für die Offiziere geben sollen. Rechts und links des Großmasts befinden sich die Pumpen, mit welchen Wasser aus der Bilge gepumpt werden kann.
Mit dem Schicksal hadern und die Wunden lecken
Von Isaiah Wilson (10. Februar 2024, 12:49)
Der hintere Bereich des Oberdecks ist ungefähr ab dem Besanmast als Quartier für den Kapitän reserviert. Die Zwischenwände, welche die Quartiere des Kapitäns vom restlichen Oberdeck abtrennen, sind zwar aus feinem Holz, mit Farbe bestrichen und verziert, können aber dennoch in Windeseile abgenommen werden. Wenn das Schiff gefechtsklar gemacht wird, passiert dies jedes Mal und die gesamte Habe des Kapitäns, wird unter Deck gebracht, damit sie in einem Kampf keinen Schaden nimmt. Für das Gefecht ist das Oberdeck somit dann komplett und durchgängig offen.
Das Quartier des Kapitäns besteht aus drei Räumen. Ganz im Heck die Große Achterkabine, welche die gesamte Breite des Schiffs einnimmt und über die aufwändig verzierte Fensterfront am Heck verfügt. An diese Kabine schließen sich zum Bug hin die Schlafkabine (an Steuerbord) und die Tageskabine (an Backbord) an. Letztere wird auch gerne als Lagerraum für persönliche Gegenstände und als Durchgangsraum zur Achterkabine genutzt. Vier der 26 Zwölfpfünder des Oberdecks stehen in den Quartieren des Kapitäns. Zwei in der Achterkabine und je eine in den anderen Kabinen. Der Kapitän muss sich in seinen Räumlichkeiten mit den großen Kanonen arrangieren.
[Achterkabine] Nun zum Technischen
Von Robert Campbell (10. Februar 2024, 20:49)
Das Orlopdeck ist das unterste Deck der Blackwater und dient als Frachtraum. Es ist weniger breit und auch weniger lang als die darüber liegenden Decks und liegt vollständig unterhalb der Wasserlinie. Im Zentrum des Schiffs, um den Großmast herum, gibt es einen großen Laderaum. Vorn und Achtern hingegen gibt es mehrere kleine Lagerräume, wie den Segelraum, den Lagerraum des Stückmeisters, das Magazin und viele andere. Die schwerste Ladung wird hierbei ganz unten und nah am Großmast verstaut, um das Schiff stabiler zu machen.
Im Orlopdeck befindet sich außerdem auch das relativ beengte Fähnrichslogis, in welchem Fähnriche und junge Herrschaften schlafen und speisen. Während eines Gefechts wird das Fähnrichslogis zur Station des Schiffsarztes umfunktioniert. Da es unter Wasser liegt und somit vor feindlichen Beschuss sicher ist, ist es der ideale Ort um die Verwundeten inmitten eines Kampfes zu versorgen. Der Messetisch der Fähnriche dient sodann als Operationstisch für den Arzt.
Das Quartier der Fähnriche und jungen Gentlemen befindet sich im Orlopdeck, dem untersten Deck der Blackwater. Hier befinden sich ansonsten eigentlich nur Lagerräume, so dass die jungen Herren es hier recht gemütlich haben. Auf einem Schiff bemerkt man natürlich dennoch recht schnell wenn irgendwo Schabernack getrieben wird, weshalb sich die jungen Herrschaften benehmen sollten. Der älteste Fähnrich hat in der Fähnrichsmesse traditionell das sagen und sitzt am Kopf der Tafel. Eine Tafel die während eines Gefechts im übrigen vom Schiffsarzt als Operationstisch genutzt wird. Da das Quartier der Fähnriche unter der Wasserlinie liegt, sind die Verwundeten hier vor Beschuss geschützt und gut aufgehoben.
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